Wärme, die den Kohlenstoff bindet, statt ihn freizusetzen.
Die stromlose O'Tarc-Feuerstätte soll künftig aus regionalen Reststoffen zweierlei zugleich machen: Wärme für Ihr Zuhause oder Ihren Betrieb – und stabile Pflanzenkohle, in der ein Teil des Kohlenstoffs gebunden bleibt, statt als CO₂ in die Luft zu gehen.
Ein Ofen. Zwei Nutzen. Ein geschlossener Kreislauf. Unser Entwicklungsziel: Eine neue Generation von Einzelfeuerstätten, die Heizen und Kohlenstoffbindung zusammenbringt.
Heizen und Klimaschutz gelten als Gegensatz. Wir arbeiten daran, das umzudrehen.
Jedes Jahr bleiben große Mengen biogener Reststoffe – Stroh, Strauchschnitt, Kopf- und Schadholz – ungenutzt liegen, werden kompostiert oder entsorgt. Dabei stecken in ihnen wertvolle Energie und Kohlenstoff.
Unser Ziel: Aus dem, was bisher Abfall war, sollen Wärme, regionale Wertschöpfung und gebundener Kohlenstoff werden – erfassbar und vor Ort.
BioCharFire soll regenerative Wärmeerzeugung mit dezentraler Kohlenstoffbindung verbinden – über eine stromlose Pyrolyse-Feuerstätte und ein zirkuläres Trade-in-System, das den Stoffkreislauf schließt.
Vier Schritte. Ein System, das wir entwickeln.
Brennstoff aus der Region
Künftig sollen Sie standardisierte Pellets aus regional verfügbaren Rest-Biomassen erhalten – dort, wo sie ohnehin anfallen.
Heizen ohne Strom
Die O'Tarc-Feuerstätte soll in einem kontrollierten Pyrolyse-Prozess Wärme erzeugen – vollständig ohne Strombedarf.
Kohle entsteht – und bleibt wertvoll
Statt Asche soll stabile Pflanzenkohle entstehen, die während des Betriebs gesammelt und zurückgegeben wird.
Zurück in den Kreislauf
Im geplanten Trade-in-System geben Sie die Kohle ab und erhalten neuen Brennstoff. Die Kohle soll geprüft, erfasst und weiterverwendet werden – etwa als Bodenverbesserer, in der Düngemittelveredelung oder als Rohstoff in Bau- und Filtermaterialien.
Was das System künftig leisten soll
Doppelter Nutzen
Wärme und Kohle aus einem Gerät – das Leitziel der Entwicklung.
Unabhängig
Stromlos konzipiert – für den Einsatz auch dort, wo keine Infrastruktur vorhanden ist.
Regional
Soll Reststoffe aus der Umgebung nutzen und Wertschöpfung vor Ort halten.
Nachvollziehbar erfasst
Jede zurückgegebene Charge Pflanzenkohle soll gewogen und dokumentiert werden, damit die gebundene Kohlenstoffmenge nachvollziehbar ist.
Kreislauf statt Abfall
Pflanzenkohle ist kein Reststoff, sondern ein über lange Zeiträume stabiles Kohlenstoffprodukt.
Als Gesamtsystem gedacht
Vom Brennstoff bis zur Verwertung wird ein Gesamtsystem entwickelt – kein Einzelprodukt.
Drei Perspektiven, ein System
—Private Haushalte
Für alle, die künftig unabhängig heizen wollen – ohne Kompromiss bei Komfort und Verlässlichkeit.
—Gewerbe & Handwerk
Für Betriebe, die ihren Wärmebedarf künftig mit einem Stoffkreislauf verbinden möchten.
—Landwirtschaft & Genossenschaften
Für alle, die Reststoffe verwerten und die Pflanzenkohle später direkt im eigenen Betrieb einsetzen könnten.
In Entwicklung – mit klarem Ziel
BioCharFire befindet sich in der Entwicklung. Im Rahmen einer geförderten Durchführbarkeitsstudie validieren wir aktuell die technische, logistische, ökologische und wirtschaftliche Machbarkeit des Gesamtsystems – von der Kohlequalität über das Trade-in-System bis zur Verwertung.
Ziel ist der Weg von der Prototypen-Entwicklung zur serienreifen, skalierbaren Lösung.
Hinweis: Alle auf dieser Seite beschriebenen Eigenschaften und Nutzen sind Entwicklungsziele des Vorhabens BioCharFire, keine Eigenschaften eines verfügbaren Produkts. Die O'Tarc-Pyrolyse-Feuerstätte und das Trade-in-System befinden sich in der Machbarkeitsprüfung; ob und in welchem Umfang die Ziele erreicht werden, ist Gegenstand ebendieser Prüfung. Die aktuell lieferbaren Öfen finden Sie unter Holzbrand und Pelletfeuer.
Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.