Wissen & Fakten

Häufig gestellte Fragen

Der Bremer Grundofen & Technik

Was macht den Bremer Grundofen so besonders?
Der Bremer Grundofen ist ein Speicherofen aus dem keramischen Werkstoff Keumalit, den wir in unserer Manufaktur in traditioneller Handarbeit fertigen. Seine hohe Speichermasse sorgt für langanhaltende Strahlungswärme, und er kommt vollständig ohne Stromanschluss aus. Es gibt ihn in zwei Varianten: als klassischen Holzbrand für Scheitholz und als Pelletfeuer, das dank der patentierten O’Tarc®-Technologie zusätzlich stromlos mit Pellets läuft.
Was ist der Unterschied zwischen Holzbrand und Pelletfeuer?
Die Bauweise ist bei beiden dieselbe: Keumalit-Speicherkern, Handarbeit, stromloser Betrieb. Der Unterschied liegt im Brennstoff. Der Holzbrand ist die klassische, schlichtere Variante für Scheitholz. Das Pelletfeuer kann zusätzlich mit Holzpellets betrieben werden – ideal, wenn der Ofen auch tagsüber verlässlich und mit wenig Aufwand heizen soll. Der Wechsel zurück auf Scheitholz dauert wenige Sekunden.
Was ist Keumalit – und warum ist es ideal für Öfen?
Keumalit ist ein keramischer Werkstoff, den wir eigens für den Ofenbau entwickelt haben. Der entscheidende Vorteil: Er dehnt sich bei hohen Temperaturen nur wenig aus. Genau diese Dehnung ist im Ofenbau die übliche Ursache für Spannungsrisse im Speichermaterial – ein Keumalit-Kern ist dafür entsprechend weniger anfällig. Gleichzeitig besitzt Keumalit eine hohe Wärmespeicherfähigkeit und erlaubt uns große gestalterische Freiheit bei Farben, Formen und Fugen.
Sind die feinen Risse in der Glasur ein Mangel?
Nein, im Gegenteil. Das feine Netz aus Haarrissen in der Glasur heißt Craquelé und ist ein gewolltes Gestaltungsmerkmal, das den Look historischer Ofenkacheln aufgreift. Es wird von Hand verfeinert und betrifft ausschließlich die Glasuroberfläche – nicht das Speichermaterial darunter. Auf Funktion, Dichtheit und Lebensdauer des Ofens hat es keinen Einfluss.
Kann das Pelletfeuer wirklich mit Holz UND Pellets betrieben werden?
Ja, beim Pelletfeuer ist dank der patentierten O’Tarc®-Technologie ein Hybridbetrieb möglich. Im Pellet-Modus werden die Pellets von oben gezündet und glühen langsam nach unten durch. Möchten Sie auf klassisches Scheitholz wechseln, wird der Pellettank mit einer magnetischen Stahlplatte („Kalte Hand“) verschlossen – der Umbau dauert wenige Sekunden und braucht kein Werkzeug.
Wie funktioniert die Pyrolyse-Verbrennung im Detail?
Beim Pelletbetrieb nutzen wir das O’Tarc-Prinzip: Die Pellets vergasen von oben nach unten, wobei Temperaturen von über 800 °C entstehen. Die Rauchgase durchlaufen anschließend die keramischen Züge, in denen sie weiter ausbrennen. Der gesamte Prozess funktioniert rein physikalisch über Thermik und Luftführung, also komplett stromlos – ohne Gebläse, ohne Förderschnecke, ohne Elektronik.
Ist ein Grundofen heute noch erlaubt (BImSchV)?
Ja. Beide Modelle sind nach EN 15250 typgeprüft und halten die Anforderungen der 1. BImSchV Stufe 2 ein. Für Aufstellung und Abnahme gelten zusätzlich die Feuerungsverordnung Ihres Bundeslandes und die Vorgaben zum Schornstein – das prüfen wir vorab gemeinsam mit Ihnen. Vor der ersten Inbetriebnahme nimmt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die Anlage ab; bei der Abstimmung mit ihm unterstützen wir Sie.
Wo finde ich die Emissions- und Wirkungsgradwerte?
Die vollständigen Messwerte für Staub, Kohlenmonoxid, organischen Kohlenstoff und Stickoxide sowie der Wirkungsgrad stehen auf dem Typenschild des jeweiligen Ofens. Sie unterscheiden sich zwischen Scheitholz- und Pelletbetrieb, weil beide Betriebsarten getrennt geprüft werden. Den vollständigen Prüfbericht stellen wir Ihnen und Ihrem Bezirksschornsteinfeger auf Anfrage zur Verfügung – sprechen Sie uns einfach im Beratungsgespräch darauf an.

Wärme, Kosten & Konvektor

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Qualität und Handarbeit haben ihren Preis. Da jeder Ofen ein Unikat ist, erstellen wir Ihnen nach der Konfiguration, den örtlichen Gegebenheiten und dem Aufstellort ein persönliches Angebot. Welche Entscheidungen den Preis bestimmen und welche Nebenkosten Sie zusätzlich einplanen sollten, erklären wir offen auf der Seite Was einen Grundofen kostet. Nutzen Sie unseren Konfigurator, um Ihr Wunschmodell zusammenzustellen – wir kontaktieren Sie anschließend.
Warum hat ein Speicherofen eine so niedrige Wärmeleistung?
Weil Leistung und Wärmemenge zwei verschiedene Dinge sind. Ein Kaminofen gibt seine Energie in ein bis zwei Stunden ab und kühlt danach aus – die Leistung ist hoch, der Zeitraum kurz. Ein Speicherofen nimmt die Wärme einer Abbrandcharge in seiner Masse auf und gibt sie über viele Stunden gleichmäßig und mild wieder ab. Die Leistungsangabe ist deshalb deutlich niedriger, ohne dass weniger Wärme im Raum ankommt. Genau das macht ihn für gut gedämmte Neubauten geeignet, in denen ein leistungsstarkes Gerät den Raum überhitzen würde. Die Werte für Wärmeabgabe und Entladezeitraum Ihres Modells finden Sie in den technischen Daten auf den Seiten Holzbrand und Pelletfeuer.
Was ist der Unterschied zwischen Strahlungs- und Konvektionswärme?
Strahlungswärme (das Prinzip des Grundofens) wirkt wie Sonnenstrahlen: Sie erwärmt nicht die Luft, sondern direkt Körper und Wände. Weil die Raumluft dabei kaum umgewälzt wird, wird weniger Staub aufgewirbelt – viele Kunden empfinden das Raumklima deshalb als besonders angenehm.
Konvektionswärme erwärmt die Luft, die dann zirkuliert. Das geht schneller, bewegt dafür mehr Luft im Raum. Der Bremer Grundofen setzt primär auf Strahlung, lässt sich aber durch unser Konvektor-Modul um regelbare Warmluft ergänzen.
Wann ist der Konvektor-Zusatz sinnvoll?
Unser Konvektor ist ein Bauteil, das optional integriert werden kann, um gezielt Warmluft zu erzeugen. Das ist sinnvoll, wenn Sie einen ausgekühlten Raum schneller aufheizen möchten oder sehr große, offene Räume haben, in denen sich die Wärme verteilen soll. Die Konvektortopplatte ist regelbar, sodass Sie zwischen reiner Strahlung und Mischwärme wählen können. Er ist für beide Modelle erhältlich.
Welche Vorteile hat ein Pellet-Speicherofen gegenüber einem normalen Pelletofen?
Handelsübliche Pelletöfen geben ihre Wärme in der Regel als Warmluft ab und kühlen nach dem Abbrand vergleichsweise schnell aus. Ein Pellet-Speicherofen wie unser Pelletfeuer speichert die Energie in seiner Masse (Keumalit) und gibt die Wärme über viele Stunden an den Raum ab – auch wenn das Feuer längst erloschen ist. Zudem arbeitet er ohne Gebläse und benötigt keinen Stromanschluss, während marktübliche Pelletöfen für Förderschnecke, Zündung und Gebläse eine Steckdose brauchen.
Wie sind die Betriebskosten?
Die Brennstoffkosten für Scheitholz und Holzpellets liegen je Kilowattstunde derzeit in der Regel unter denen von Heizöl und Erdgas; maßgeblich sind die Preise in Ihrer Region und zum Zeitpunkt des Einkaufs. Der Vergleich mit einer Wärmepumpe hängt dagegen stark vom Strompreis und der Jahresarbeitszahl der Anlage ab und lässt sich nicht pauschal beantworten – interessant wird der Ofen hier vor allem als Ergänzung an sehr kalten Tagen, wenn die Wärmepumpe am ineffizientesten arbeitet. Wie sich diese Kombination rechnet, zeigen wir im Heizkostenvergleich.
Für welche Gebäude eignet sich der Ofen?
Er eignet sich sowohl für Bestandsgebäude (Altbau) als auch für moderne Neubauten und Niedrigenergiehäuser. Da die Wärme gespeichert und langsam abgegeben wird, überhitzen gut gedämmte Räume nicht so schnell wie bei Geräten ohne nennenswerte Speichermasse. Für den höheren Wärmebedarf im Altbau lässt sich über die Ringanzahl und das Konvektor-Modul nachsteuern. Ob der Ofen zu Ihrem Gebäude passt, prüfen wir anhand von Heizlast und Aufstellort.
Ist der Bremer Grundofen wasserführend?
In der Standardausführung nicht: Dort ist der Bremer Grundofen ein reiner Raumheizer und gibt seine Wärme als Strahlungswärme – und auf Wunsch über das Konvektor-Modul – direkt in den Aufstellraum und die angrenzenden Bereiche ab. Auf Kundenwunsch fertigen wir ihn aber auch in einer wasserführenden Ausführung, die Wärme an einen Pufferspeicher abgibt und sich so in Ihre Heizungsanlage einbinden lässt. Was dafür an Ihrem Aufstellort nötig ist, klären wir im Beratungsgespräch – sprechen Sie uns einfach darauf an.

Planung, Aufbau & Kontakt

Wie kann ich meinen Wunschofen gestalten?
Am einfachsten geht das mit unserem Online-Konfigurator. Dort wählen Sie zunächst die Brenntechnik – Holzbrand oder Pelletfeuer mit O’Tarc® – und anschließend Ringanzahl, Ausführung, Glasurfarbe, Konvektor-Option, Rauchrohrabgang und Griffposition. Sonderwünsche können Sie im Kommentarfeld angeben. Wir prüfen Ihre Konfiguration und melden uns persönlich bei Ihnen.
Wie viele Speicherringe soll ich wählen?
Der Speicherkern besteht aus übereinander gesetzten Keumalit-Ringen. Ihre Anzahl bestimmt Höhe und Speichermasse und ist damit zugleich eine technische und eine gestalterische Entscheidung: Vier Ringe wirken kompakt und zurückhaltend, sieben geben dem Ofen Höhe und Präsenz im Raum. Im Konfigurator wählen Sie direkt zwischen vier und sechs Ringen. Sieben Ringe bauen wir seltener – wenn Sie diese Größe möchten, tragen Sie das bitte im Kommentarfeld ein, dann klären wir es im Beratungsgespräch. Welche Größe zu Ihrem Raum passt, prüfen wir ohnehin anhand von Heizlast und Aufstellort.
Wie läuft der Aufbau ab?
Ein großer Vorteil ist unsere Vorfertigung in der Manufaktur in Colnrade. Die Keramikteile werden passgenau vorbereitet. Dadurch ist der Aufbau bei Ihnen zu Hause sauber, staubarm und meist an einem Tag erledigt. Weil ein Speicherofen ein erhebliches Eigengewicht hat, prüfen wir die Tragfähigkeit des Aufstellorts vorab beim Aufmaß.
Wohin liefert die Ofenmanufaktur?
Wir liefern und montieren den Bremer Grundofen deutschlandweit. Auch Lieferungen ins benachbarte Ausland sind auf Anfrage möglich.
Wie vereinbare ich einen Beratungstermin?
Sie können uns unter 04434 / 94 84 66 anrufen, eine E-Mail an info@bremergrundofen.de schreiben oder das Kontaktformular nutzen. Wir bieten telefonische Beratungen, aber auch Termine vor Ort in unserer Manufaktur an, wo Sie die Produktion besichtigen können. Auch bei der Schornsteinberechnung unterstützen wir Sie gerne.